Unternehmensnetzwerk

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Unternehmensnetzwerk
Die großen Herausforderungen im Personal- und Qualifizierungsbereich, die der Strukturwandesl mit sich bringt, werden am besten durch Netzwerke mit allen Beteiligten gelöst. Personalaufnehmende und -abbauende Unternehmen, Erwachsenenbildungseinrichtungen, Politik, Arbeitsmarktservice, Interessensvertretungen, sowie die arbeitsuchenden Personen stellen hier die wohl wichtigsten Zielgruppen dar, aber auch die Verknüpfung mit bestehenden Netzwerken ist von zentraler Bedeutung.

Strukturwandel braucht Unterstützung
Unternehmen stehen derzeit vor einer großen Herausforderung: vieles konnte nicht so geplant und umgesetzt werden, wie es die Jahre vor der Wirtschaftskrise zugelassen hätte. Ein schnelles Reagieren  auf plötzliche Auftragseinbrüche, Schwierigkeiten bei der Kreditbeschaffung, dadurch nur ein geringes Investitionsvolumen war die Folge. Was im industriellen Sektor begonnen hat, setzt sich in anderen Wirtschaftsbereichen fort. Die große Anzahl von Arbeitslosen und geringere Staatseinnahmen stellen die öffentliche Hand und die Unternehmen vor zusätzlichen Herausforderungen.

Unternehmen haben versucht mit allen nur zur Verfügung stehenden Möglichkeiten  - in Zusammenhang mit den Konjunkturpaketen: z.B. Kurzarbeit, Bildungskarenz plus, usw. - sämtliche Personalanpassungsprozesse zu steuern, und haben damit sicherlich noch schlimmere Auswirkungen verhindert.

Viele Arbeitsplätze sind verloren gegangen, die mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr vorhanden sein werden. Eine Unterstützung der Sektoren, von denen wesentliche Wirtschaftsimpulse ausgehen werden, ist daher von zentraler Bedeutung.

Trotz hoher Arbeitslosigkeit fehlen den Unternehmen qualifizierte MitarbeiterInnen und haben Unternehmen Probleme ihre offenen Stellen zu besetzen.

Insgesamt gaben 2008 72% der steirischen Unternehmen (Fachkräftemangel in der Steiermark, Dietmar Paier, 2009) an, „sehr große“ und „eher große“ Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen für FacharbeiterInnen zu haben.

Im Bauwesen stieg diese Zahl auf 88,7% und in der Sachgüterindustrie sahen sich 84,5% der Unternehmen mit diesem Problem konfrontiert.

Die Studie des „Zentrums für Bildung und Wirtschaft“ zum Fachkräftemangel in der Steiermark geht davon aus, dass ein Großteil dieses Problems nicht aus dem absoluten Fehlen von Fachkräften resultiert, sondern durch unterschiedliche „Missmatchfaktoren“ entsteht, Faktoren die die fehlende Übereinstimmung von Person und Stelle bezeichnen.

Somit lässt sich das Problem des Fachkräftemangels in zwei verschiedene Themen zerlegen: das absolute Fehlen von BewerberInnen für offene Stellen in Unternehmen einerseits und die mangelhafte Qualität der BewerberInnen andererseits.

„Zu wenig BewerberInnen“ geben beispielsweise 81,6% der Sachgüterproduzierenden Unternehmen an, mangelnde Qualifikation 68,0% der Unternehmen.

Für den Energie- und Umweltbereich bedeutet das, dass Unternehmen nicht nur Probleme haben ihre Stellen zu besetzen und benötigte Qualifikationen nicht vorhanden sind, sondern auch, dass zusätzlich mit einer allgemeinen Erhöhung der MitarbeiterInnenanzahl zu rechnen ist.

Wie der steigende Bedarf an qualifizierten MitarbeiterInnen langfristig abgedeckt werden kann, wird in den nächsten Jahren eine zusätzliche Herausforderung darstellen. Das Mobilitätszentrum Energie und Umwelt bzw. das Unternehmensnetzwerk sollen hier eine Hilfestellung anbieten, diese Fragestellungen zu meistern.


Ziele
Folgende Ziele sollen mit dem Unternehmensnetzwerk verwirklicht werden:
  • Unterstützung der Neustrukturierung der steirischen Wirtschaft in Richtung Energie- und Umweltsektor
  • Stärkung eines zukunftsorientierten Sektors im Sinne der Energiestrategie 2025
  • Beseitigung von „Missmatching“

Für ein gutes und schnelles Wachstum des Energiesektors werden vor allem MitarbeiterInnen benötigt, die
-    erst kurz aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind,
-    sich neu orientieren wollen,
-    mittels arbeitsplatznaher Qualifizierungen in neue Tätigkeitsfelder einsteigen und
-    damit den neuen Mobiliätsanforderungen gerecht werden.

  • Arbeitsplatznahe, bedarfsgerecht Qualifizierungen im Zuge von Stellenbesetzungen
  • Wissensaufbau bzgl. Qualifizierungsbedarfe und –angebote im alternativen Energiesektor


Leistungen
Der Schwerpunkt im Unternehmensnetzwerk Energie wird in der Beratung und Unterstützung der Personalaufnehmenden Unternehmen liegen.

Dabei ist es notwendig folgende Beratungsschwerpunkte zu legen:

  • Information über die Möglichkeiten des Mobilitätsszentrum Energie im konkreten der >Implacementstiftung Energie!
  • Beratung über Anforderungsprofile
  • Erhebung von Qualifizierungsanforderungen
  • Information über Qualifizierungsmöglichkeiten
  • Beratung der Personalentwicklung mit dem Schwerpunkt möglicher Einstiegsszenarien
  • Schnittstelle zum Arbeitsmarktservice

Laut einer Studie über „Soft und Hard Skills im alternativen Energiesektor“, AMS 2008, gibt es bei Personalaufnehmenden Unternehmen kaum standardisierte Rekrutierungsverfahren und können vor allem die notwendigen Soft Skills nur sehr schwer beschrieben werden.

Es hat sich herausgestellt, dass neben den Hard Skills (Fachkompetenzen) vor allem die Soft Skills, wie Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen von zentraler Bedeutung sind. Im Besonderen ergeben sich neben den Basisqualifikationen, Zusatzqualifikationen, die im Wesentlichen mit EDV, Sprachen, Projektmanagement, Recht, Teamfähigkeit, Führung, Kommunikation, analytische Fähigkeiten, organisatorische Fähigkeiten und Problemlösungskompetenzen beschrieben werden können.

Da mit einem raschen Wachstum der Internationalisierung, sowie mit einer Veränderung der Branchenstrukturen zu rechnen ist, wird eine hohe Flexibilität der MitarbeiterInnen in Zukunft gefragt sein.

Einige Ausbildungseinrichtungen aber auch Studiengänge auf Fachhochschulen und Universitäten haben bereits auf diese neuen Anforderungen reagiert (z.B. Montanuni Leoben: Master Energiemanagement). Siehe auch Qualifizierungen

Somit geht es in der Beratung um zwei zentrale Schwerpunkte:
  • Rekrutierung und
  • Qualifizierung


Netzwerk - Überblick

Das Unternehmensnetzwerk Energie besteht aus folgenden möglichen Netzwerkpartnern:



Das Netzwerk soll den Strukturwandel, vor allem den damit verbundenen Auswirkungen auf Personalanpassungsprozesse bestmögliche Unterstützung bieten.

Es ist zu erwarten, dass durch die Einbindung zusätzlicher relevanter Akteure, das Mobilitätszentrum Energie und Umwelt nicht nur eine Breiten- und Tiefenwirkung erzielt, sondern alle Interessen berücksichtigt werden und dadurch bestmögliche Effizienz gegeben ist.


Information
Die Umsetzung des Mobilitätszentrums Energie und Umwelt soll mit einer flächendeckenden Informationsarbeit begleitet werden.

Ziel sollte es sein,
  • dass jedes Unternehmen das im Energiesektor tätig ist, die Informationen erhält, die für einen raschen Erfolg notwendig sind und den Nutzen für das eigene Unternehmen wie auch für den/die zukünftige/n MitarbeiterIn erkennen.
  • dass von Arbeitslosigkeit betroffene Personen neue Orientierungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten sehen und diese unter bestimmten Voraussetzungen verwirklichen können.
  • dass der breiten Öffentlichkeit ein positives, zukunftsorientiertes Bild über neu entstehende Arbeitsplätze und einer wachsenden Branche vermittelt wird.

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