Implacementstiftung Energie

Die Implacementstiftung Energie ist eine regionale Implacementstiftung für das Bundesland Steiermark nach §18 ALVG, die für den Bereich Energie gilt. Die Implacementstiftung Energie hat das Ziel, offene Stellen im Energie- und Umweltsektor durch arbeitsplatzgenau qualifizierte neue MitarbeiterInnen abzudecken.

Implacementstiftung


Ablauf
Dienstverhältnis

Ziele
Mit dem Angebot der Implacemenstiftung Energie werden Ziele auf unterschiedlichen Ebenen verfolgt. Neben dem Ziel Unternehmen und arbeitsuchende Personen optimal zusammenzubringen und individuell auf neue Arbeitsplätze hin zu qualifizieren, soll die Stiftung die Umsetzung der Energiestrategie 2025 des Landes Steiermark unterstützen und nachhaltig bei der Erschließung neuer Jobs in neuen Feldern mitwirken.

Zusammenfassend werden folgende Ziele erreicht:
  • Unterstützung des Strukturwandels in der Steiermark
  • Berufliche Neuorientierung und Höherqualifizierung von arbeitsuchenden Personen
  • Sicherung der Beschäftigungseffekte der Energiestrategie 2025
  • Gezielte Integration in Unternehmen
  • Qualifikationsschwerpunktsetzung im Bereich Energie und Umwelt
  • Gezielte Qualifizierungen die auf die Bedürfnisse der aufnehmenden Unternehmen und der individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten ausgerichtet sind
  • Neue Jobs in neuen Feldern -> Neue Energie – neue Arbeit

Zeitrahmen/Kapazitäten
Der Zeitrahmen für das Gesamtprojekt erstreckt sich von 01. Mai 2010 bis 30. April 2016.

Es wird von einer Kapazität von 1.000 TeilnehmerInnen in einem Zeitrahmen von 5 Jahren ausgegangen, für das erste Jahr können 100 Personen aufgenommen werden.

   
Zielgruppen

Unternehmen
Es können personalaufnehmende Unternehmen an dieser Implacementstiftung teilnehmen, die in unten angeführten Bereichen ihr(e) Geschäftsfeld(er) haben:

1.    Energieeffizienz und Energiesparen
  • Gebäudesanierung mit dem Ziel der Energieeinsparung
  • Energieeffizienz bei neuen Gebäuden (in Zusammenhang mit Wohnbauförderung)
  • Ökologische Betriebsberatung
  • Betriebliche Umweltförderung (Geschäftsfeld und intern)
  • Energieberatung

2.    Erneuerbare Energien
  • Nutzung, Herstellung und Beratung Biomasse, Biogas und Biogene Abfälle
  • Wasserkraftwirtschaft
  • Sonnenenergie, Solarthermie, Solarenergie, Fotovoltaik
  • Unternehmen die in Forschung, Entwicklung und Produktion, Planung, Nutzung und Beratung tätig sind
  • Windenergie

3.    Fernwärme und Kraft-Wärme-Koppelung
  • Unternehmen, die im Sinne der Fernwärme tätig sind, sofern es keine öffentlichen Unternehmen sind (bis max. 25% Beteiligung öffentliche Hand möglich)
  • Ersatz oder Ergänzung von fossilen durch erneuerbare Energieträger und Abwärme für bestehende Fernwärmeeinrichtungen
  • Unternehmen im Bereich Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen

4.    Energieinfrastruktur, Raumordnung und Mobilität
  • Unternehmen, die sich mit alternativen Mobilitätsangeboten (z.B. E-Mobilität, Radland, S-Bahn System) beschäftigen
  • Unternehmen, die in der Raumplanung tätig sind

5.    Forschung und Bildung, Energieberatung
  • Unternehmen im Bereich Energieforschung und Energieentwicklung
  • Aus- und Weiterbildung bzw. Fortbildungsprogramm für PlanerInnen und ProfessionistInnen
  • Energieberatung, Energieinformation und Mobilitätsberatung

6.    Umwelttechnik
  • Unternehmen die im Bereich Forschung und Entwicklung, Herstellung, Vertrieb usw. tätig sind
  • Abfallwirtschaft, Abfallrecycling
  • Schadstoffreduktion

Unternehmen, die nicht in den oben genannten Bereichen tätig sind, können an der Implacementstiftung teilnehmen, wenn sich die/der zukünftige/r MitarbeiterIn im Bereich Energie und Umwelt qualifizieren möchten.

Die Entscheidung über eine Teilnahme an der Implacementstiftung Energie trifft der Stiftungsträger in Abstimmung mit dem Service für Unternehmen des AMS. Als Grundlage dient der vom Unternehmen eingereichte Antrag auf Aufnahme, in dem der Nachweis über eines der oben genannten Geschäftsfelder bzw. als Alternative die Art der Qualifizierung  genannt wird.

Unternehmensbeiträge
Ein Unternehmen zahlt eine Startgebühr von € 450,- und einen fixen monatlichen Unternehmensbeitrag von € 400,- (keine Personalkosten während der Stiftungszeit!). Davon erhalten die StifungsteilnehmerInnen eine Zuschussleistung von € 100,- pro Monat, bzw. € 200,- pro Monat (ab dem 7. Monat), wenn die Ausbildung länger als 6 Monate dauert.

Qualifizierungskosten bis zu € 3.600,- werden von der Stiftung getragen. Sollten die Qualifizierungskosten mit diesem Betrag nicht abgedeckt sein, so sind die zusätzlichen Kosten vom Unternehmen zu übernehmen.


Zielgruppe

Teilnehmer/Innen
In die Implacementstiftung Energie können beim AMS vorgemerkte Männer und Frauen aus der gesamten Steiermark eintreten. Zugang haben Personen im Arbeitslosengeldbezug, mit Notstandshilfebezug und auch Personen ohne Leistungsbezug aus der Arbeitslosenversicherung.

Die Entwicklung der Berufsfelder im Energie- und Umweltbereich umfasst nicht nur den technischen, sondern alle Unternehmensbereiche. Ein technischer Hintergrund der zukünftigen MitarbeiterInnen ist in vielen Bereichen zwar von Vorteil, aber nicht immer notwendig. Vor allem Soft Skills wie Projektmanagement, Teamfähigkeit, Konfliktmanagement, sowie Kommunikation und Kundenorientierung gewinnen neben Sprachen, kaufmännischen und EDV Kenntnissen immer mehr an Bedeutung.

Daher steht die Implacementstiftung Energie arbeitsuchenden Personen jeglicher Vorbildung zur Verfügung, damit Unternehmen bedarfsgenau die zukünftigen MitarbeiterInnen auswählen und qualifizieren können, um den Unternehmenserfolg im Energie- und Umweltsektor zu gewährleisten.

Voraussetzungen für eine Teilnahme:
  • Sie haben ein Dienstverhältnis bei einem Unternehmen im Energie- und Umweltbereich in Aussicht und benötigen für Ihren Einstieg noch eine Qualifizierung
  • Sie haben ein Dienstverhältnis bei einem Unternehmen in einem anderen Sektor in Aussicht und brauchen noch eine Ausbildung im Energie- und Umweltbereich
  • Sie sind beim AMS als arbeitssuchend vorgemerkt
  • Die freie Stelle ist dem AMS bekannt


Stipendien – Zuwendung zur Abdeckung schulungsbedingter Mehraufwändungen
Die TeilnehmerInnen erhalten für die Dauer der Stiftungszugehörigkeit ein Zuschussleistung von € 100.- pro Monat bei Ausbildung bis zu 6 Monaten und ab dem 7. Monat € 200,- bei Ausbildungen über 6 Monaten, um die erhöhten Kosten durch die schulungsbedingten Mehraufwendungen zu kompensieren.

Ablauf
Grundlage für den Stiftungseintritt ist ein genaues Job- und Anforderungsprofil durch das personalaufnehmende Unternehmen, das Personalauswahlverfahren und der erstellte Bildungsplan. Die Aufnahme erfolgt in Kooperation zwischen dem Arbeitsmarktservice (SFU), dem jeweiligen Unternehmen, dem Stiftungsträger und dem/der TeilnehmerIn in Form des genehmigten Bildungsplanes.


Auswahlverfahren
Das Auswahlverfahren findet in Kooperation aller beteiligten ProjektpartnerInnen statt. Folgende Abläufe sind dabei möglich:

  • Das Unternehmen meldet eine offene Stelle dem Service für Unternehmen (SfU). Kann diese Stelle nicht besetzt werden, bietet das SfU die Möglichkeit der Implacementstiftung Energie an.
  • Basierend auf einem Stellenprofil des personalaufnehmenden Unternehmens schlägt das SfU geeignete BewerberInnen vor. move-ment führt das Auswahlverfahren unter Einbeziehung des SfU und des Unternehmens durch. Das Auswahlverfahren wird so kurz wie möglich gehalten und dauert maximal 4 Wochen.
  • Weitere Möglichkeiten eines Auswahlverfahrens ergeben sich, indem das personalaufnehmende Unternehmen oder arbeitsuchende Personen mit Qualifizierungsbedarf (und Unternehmen) direkt an den move-ment herantreten. In diesem Fall dient dann dieser Matchingprozess als Grundlage für den Bildungsplan. Voraussetzung für eine weitere Bearbeitung ist jedenfalls die Meldung der offenen Stelle an das AMS.

In jedem Fall ist immer eine offene Stelle Ausgangspunkt für das Auswahlverfahren und Grundlage für die Erstellung des individuellen Bildungsplanes. move-ment bezieht die beteiligten Partner vom SfU und die Unternehmen während des gesamten Prozesses mit ein. Voraussetzung ist das Akzeptieren der Stiftungsordnung, des Ausbildungsplanes und die Einstellzusage durch das personalaufnehmende Unternehmen.


Bildungsplanerstellung
Gemeinsam mit den TeilnehmerInnen und dem Unternehmen wird ein Bildungsplan entwickelt, der folgende Voraussetzungen zu erfüllen hat und folgenden inhaltlichen Rahmen aufweist.

Der inhaltliche Rahmen des Bildungsplanes sieht weiters folgende Vertragspunkte vor:
  • TeilnehmerInnen
  • Ausbildungsbetrieb
  • Anforderungsprofil, Eignungsprofil, Qualifizierungsbedarfe (Extern und Intern)
  • Qualifizierungsablauf
  • Praktische Ausbildung

Der individuelle Bildungsplan ist immer von der RGS des AMS auf seine Übereinstimmung mit dem Konzept und der arbeitsmarktpolitischen Sinnhaftigkeit zu überprüfen.


Stiftungseintritt
Grundlage für den Stiftungseintritt ist ein genaues Job- und Anforderungsprofil durch das personalaufnehmende Unternehmen, das Personalauswahlverfahren und der erstellte Bildungsplan.

Die Aufnahme erfolgt in Kooperation zwischen dem Arbeitsmarktservice (SFU), dem jeweiligen Unternehmen, dem Stiftungsträger und dem/der TeilnehmerIn in Form des genehmigten Bildungsplanes.

Voraussetzung ist das Akzeptieren der Stiftungsordnung, des Ausbildungsplanes und die Einstellzusage durch das personalaufnehmende Unternehmen.

Während des gesamten Stiftungsverlaufs werden die TeilnehmerInnen durchgehend im Rahmen eines Case Managements betreut. Das heißt bei Bedarf werden Problemlösungsstrategien gemeinsam mit dem/der TeilnehmerIn, dem Betrieb und dem Träger erarbeitet.

Die Stiftungseinrichtung führt im Rahmen der Beendigung des Bildungsplanes und des Austritts der TeilnehmerInnen ein Abschlussgespräch mit TeilnehmerIn und UnternehmensvertreterInnen.


Qualifizierungen
  • Die Qualifizierungen haben sich am Job- und Anforderungsprofil des Unternehmens zu orientieren.
  • Die Qualifizierungen müssen bedarfsorientiert und auf die fehlenden Qualifizierungen der/des zukünftigen MitarbeiterIn zugeschnitten sein.
  • Die Qualifizierungen haben auf ein konkretes Dienstverhältnis hin zugeschnitten zu sein und müssen die Aufnahme des Dienstverhältnisses im Anschluss an die Stiftung gewährleisten.
  • Die Weiterbildungen müssen zu einer Höherqualifizierung des/der TeilnehmerIn führen.
  • Der Anteil der Aus- und Weiterbildung muss mindestens 1/3 an der Gesamtdauer der Aus- und Weiterbildung und der Praktischen Ausbildung betragen.

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